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Positionierung als Scanner: Wie du dich spezialisieren kannst - trotz Vielseitigkeit!


Suchst du noch nach der einen Sache, die dich erfüllt und von der du aber auch leben kannst? Du sprudelst über vor Ideen, möchtest am liebsten alles und verzettelst dich damit ständig. Vermutlich hast du schon öfter gelesen oder gehört, dass du dich spezialisieren musst, eine Nische finden und dich doch endlich auf einen Themenbereich fokussieren sollst.


Und wir alle wissen: Hach, leichter gesagt als getan, oder?


Positionierung für Scanner und Ideenheldinnen: Wie du dich trotz Vielseitigkeit spezialisieren kannst

Anmerkung: "Scanner-Persönlichkeiten" nennt man Menschen, die viele verschiedene Interessen haben und sich nicht auf ein Thema festlegen können. Wie sich das so anfühlt, hab ich in diesem Instagram-Beitrag beschrieben. Weitere interessante Artikel:




Mich positionieren? Eine Nische finden? Mein Profil schärfen? Ich will mich ja nicht auf eine Sache festlegen müssen!

  • "Eine Spezialisierung engt mich total ein!"

  • "Ich hab so viele Themenbereiche, die ich abdecken könnte!"

  • "Mein Angebot ist aber für alle Menschen hilfreich!"

  • "Ich wäre zwar gerne eine Expertin für ein einzelnes Thema, aber ich kann mich nicht entscheiden!"

  • "Wenn ich mich mehr spezialisiere, schränke ich mich ja total ein!"


Kommen dir diese Gedanken bekannt vor?


Willkommen im Club! Dieses Gefühl kennt wohl jede vielseitige Einzelunternehmerin nur zu gut. Mich eingeschlossen ;). Im Laufe meiner eigenen Selbstständigkeit und bei meinen Positionierungs-Kundinnen ist das immer wieder Thema. Du bist also nicht alleine mit dieser Herausforderung.


Vielleicht auch interessant: "Alleinstellungsmerkmal finden, auch wenn du glaubst, nicht einzigartig zu sein"


Was wäre aber, wenn du dich spezialisieren könntest, ohne dich dabei eingeschränkt zu fühlen?


Mit diesem Wunschgedanken habe ich jahrelang alles aufgesaugt, was ich zu dem Thema finden konnte - für mich und für meine Kundinnen. Und bin fündig geworden. Es ist möglich - und manche der Ansätze haben mir echt die Augen geöffnet.


Hast du gewusst, dass es unterschiedliche Arten gibt, sich zu spezialisieren?



(1) Tiefe vs. breite Spezialisierung


Tiefe Spezialisierung

für "Taucher-Typen" / auch vertikale Positionierung genannt


Hier entscheidest du dich für einzelnes Thema, das du bis in die Tiefe erforschst und beherrschst. So wirst du zu DER Expertin für z.B. indogene Völker Südamerikas / Barockmusik / ketogene Ernährung / Chihuahuas / Kitesurfen.


Perfekt für dich, wenn du in einem einzelnen Bereich komplett aufgehst und am liebsten nichts anderes machen möchtest.


Daran denkst du vermutlich als erstes bei dem Begriff Spezialisierung. Und als vielseitiger Mensch gruselt es dich vielleicht: "Was? Ein Leben lang nur ein Thema? Das ist doch langweilig!"


Wenn du viele Talente und Interessen hast, wirst du damit wahrscheinlich nicht recht glücklich. Oder kannst dich gar nicht für eine Sache entscheiden, die dich langfristig interessiert.


Gut, dass es für uns auch noch eine andere Form gibt.



Breite Spezialisierung

für "Scanner-Typen" / auch horizontale Positionierung genannt


Du richtest dein Unternehmen auf eine bestimmte Zielgruppe, eine gewisse Region oder ein besondere Methode aus und punktest speziell für diesen Bereich mit deinem (vielfältigen) Wissen. z.B.


Entschleunigung für Führungskräfte

(mit Yoga, Stressmanagement, Coaching, Mentaltraining etc.)


Begleitung beim Einfamilienhaus-Bau

(mit rechtlicher, technischer, finanzieller, kreativer Beratung)


Geschenksideen für Babys (mit ausgewählten Produkten , Sets, DIY-Anleitungen, Material für Babypartys, uvm.)


Damit lebst du weiterhin deine Vielseitigkeit und bist aber trotzdem Expertin für deinen besonderen Bereich.



Buch-Tipp für Scanner-Persönlichkeiten:

Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast (Barbara Sher)




(2) Spezialisierung nach Ikigai - den Kern finden


Ein andere Möglichkeit - abgeleitet von dem japanischen Konzept Ikigai - ist es, die Quintessenz herauszufinden zwischen dem, was du total gerne machst, dem, was du super-gut kannst und dem, was Menschen brauchen.


Schau dir mal folgende 3 Bereiche an:


🌱 Deine Stärken:

Was sind die Dinge, die du besser kannst als viele andere?

Wofür schätzen dich Familie, Freunde, Kund*innen besonders?


🌱 Deine Leidenschaften:

Was sind die Dinge, die du unglaublich gerne tust und dabei komplett aufgehst?

Worüber könntest du ständig etwas lesen, anhören oder ansehen?


🌱 Die Nachfrage:

Was ist es, was deine Kund*innen unbedingt brauchen?

Wonach fragen sie häufig? Welches Problem haben viele?



Sammle mal zu allen 3 Bereichen so viele Punkte, wie dir einfallen.

Und jetzt schau dir an: Wo gibt es Überschneidungen?



Workbook "Einzigartige Positionierung"




(3) Ein "Dach" für deine Themen finden


Hast du verschiedene Ausbildungen, Bereiche oder Interessen, die dir am Herzen liegen? Tief drin weißt du, dass es Berührungspunkte gibt und liebst es, verschiedene Methoden und konträre Inhalte miteinander zu kombinieren.


Yeah, das macht dich spannend und hebt dich von anderen ab!


Auf den ersten Blick passen deine Themen vielleicht überhaupt nicht zusammen. Wenn du jetzt alle einfach aufzählst, wirkt es nach: "Die kann sich nicht entscheiden" oder "Die macht von allem ein bisschen was!".


Finde lieber ein Dach für deine Angebote.

Was ist das übergreifende und verbindende deiner Themen?

Was haben Massage und Ernährung gemeinsam? Wie lassen sich Wandern und Töpfern verbinden? Wie kannst du als Tierliebhaberin Fotografie-Job und Coaching-Ausbildung verknüpfen?


Die (naheliegende) Variante: Der kreative Überbegriff


Eine Möglichkeit ist es, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden.

Dabei passiert aber leider oft folgendes:


Gewerbebezeichnung oder Ausbildung:

"Werbeagentur", "Lebens- und Sozialberatung", "Mentaltraining" - keine Positionierung!


Über-Über-Über-Begriffe:

z.B. "Praxis für Wohlbefinden" - schon gesehen für Physiotherapie, Massage, Schönheitsbehandlungen, Kosmetik, Fußpflege, Energetik, Lebens- und Sozialberatung, Ernährungsberatung, und so weiter - viel zu umfassend und wieder nicht aussagekräftig.


Die Beschreibung wird oft viel zu allgemein - und die Spezialisierung ist wieder dahin.


Nichtsdestotrotz können auch mit dieser Variante manchmal geniale, kreative Ideen entstehen oder eine besondere Marke kreiert werden.


Die (oft bessere) Alternative: Die Problem-Lösung


Überlege dir: Welches große Problem löst du für deine Wunschkund*innen? Wonach sehnen sich diese Menschen? Welche Wünsche haben sie?


Menschen suchen nach Lösungen, nicht nach Leistungen!

Konzentriere dich auf eine konkrete Herausforderung oder ein gezieltes Bedürfnis deiner Kund*innen. Und unterstütze sie bei der Problem-Lösung mit all deinem Wissen, deinen unterschiedlichen Methoden und Herangehensweisen.


Weißt du noch nicht so genau, wer deine Wunschkund*in überhaupt ist? Und noch weniger, welche Bedürfnisse er oder sie hat? Dann hol dir das Positionierungs-Workbook und finde es heraus!



Bye bye Bauchladen - hello erfüllende Positionierung!


Ohne Spezialisierung bist du der typische Bauchladen-Verkäufer: Du bietest alles an, damit sicher für jeden etwas dabei ist. "Everybody's darling" sozusagen. Das macht es nicht nur für dich mega-kompliziert - sondern auch für deine potentiellen Kunden verwirrend und un-interessant. Gerade am Anfang einer Selbstständigkeit bist du vielleicht verleitet, deine Fühler in verschiedenste Richtungen auszustrecken? Manchmal ist das auch ok - vor allem, wenn du die richtige Richtung erst mal herausfinden möchtest.


Aber dann ist es an der Zeit, dich mehr zu fokussieren:

  • Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?

  • Mit welchen Kunden arbeitest du am allerliebsten?

  • Welche Leistungen passen am besten zu dir?


Erst wenn du es schaffst, es nicht mehr ALLEN recht machen zu wollen und dich GEGEN manche Dinge zu entscheiden, kannst du Experte auf deinem Gebiet werden und stattdessen mit den RICHTIGEN Kunden zusammenarbeiten :)!


Eine Positionierung ist das Fundament für deine Selbstständigkeit. Sie hilft dir,

▶️ klare Entscheidungen zu treffen,

▶️ die richtigen Marketing-Maßnahmen auszuwählen,

▶️ dich von anderen Einzelunternehmer*innen abzuheben und

▶️ fokussiert und erfüllt selbstständig zu sein!



Aber eins noch zum Schluss: Eine Positionierung ist niemals "fertig". Stress dich also nicht, dich für dein ganzes Leben entscheiden zu müssen. Dein Profil darf sich jederzeit erweitern, reduzieren oder auch nochmal komplett ändern.

Du entscheidest, wo die Reise hingeht!



Alles Liebe,

Julia



PS. Tust du dir alleine schwer, deine ideale Spezialisierung zu finden – ohne dich damit einzuengen? Hast du zu viele - oder auch zu wenige Ideen, was dein Ding sein könnte?Dann meld dich gerne zu einem unverbindlichen Kennenlern-Gespräch - und ich erzähl dir, wie ich dir weiterhelfen kann.