Weißt du, was mich an Kindern am meisten fasziniert?
Sie tun einfach das, worauf sie Lust haben.

Sie fragen sich nicht, ob es gerade wichtiger ist, mit Bauklötzen zu spielen oder ein Puzzle zu bauen. Sie überlegen nicht, ob die neue Puppe oder das Schaukelpferd höhere Priorität hat. Ihnen ist auch egal, ob sie genug Zeit haben, nochmal die Rutsche runterzurutschen.

Kinder schnappen sich intuitiv das Spielzeug, das sie gerade am meisten anspricht. Damit spielen sie solange, bis sie keine Lust mehr haben – oder ein anderes Spielzeug entdecken, das ihr Interesse weckt. Und wenn sie partout keinen Sandkuchen backen wollen, tun sie es auch nicht.

Leidenschaft in der Kindheit

Was hat das mit deiner Leidenschaft zu tun? Sehr viel sogar!

Auch wenn es doch schon ein paar Jahre zurück liegt – auch du warst mal ein Kind und hast intuitiv entschieden, was dir wichtig ist.  Auch dich haben als Kind manche Aktivitäten mehr begeistert als andere.

Höchstwahrscheinlich hattest du ein paar Dinge, mit denen du so oft gespielt hast, dass sie schon fast zerfallen sind.

Und wieder andere Spielsachen, für die ein anderes Kind alles gegeben hätte, die du aber kein einziges Mal angeschaut hast.

Ersteres war bei mir übrigens ein „Heidi-Buch“ – meine Lieblingsbeschäftigung als Kind hab ich euch ja hier schon verraten ;).

Gewisse Interessen und Fähigkeiten entwickeln sich schon im frühesten Kindesalter und in weiterer Folge in Kindergarten und Volksschule.  Schon in ganz jungen Jahren kristallisiert sich heraus, was wir gut können und wofür wir eher nicht geschaffen sind, womit wir uns stundenlang beschäftigen können und was uns so gar nicht interessiert.

Und dann wurden wir erwachsen…

Im Kindesalter ist es uns noch herzlich egal, ob die Lieblingsbeschäftigung sinnvoll ist oder ob wir damit später Geld verdienen können.

Kein Kind fragt sich: Kann ich damit später Geld verdienen?

Im Laufe der Schulzeit und später im Arbeitsleben werden wir aber von Eltern, Bekanntenkreis und Gesellschaft geprägt und treffen öfter rationale Entscheidungen: Welches Studium hat „Zukunft“? In welchem Beruf kann ich Erfolg haben? Womit kann ich Geld verdienen? Aber auch: Welche Freizeitbeschäftigungen sind  angesehen?

Und wir verlernen immer mehr, auf unsere Interessen zu hören.

Darum: Zurück zu deiner Kindheit!
Denn damals hast du ganz genau gewusst, was du willst.

Ein Blick in die Vergangenheit

Um herauszufinden, was deine Leidenschaft ist und wofür du dich wirklich begeistern kannst, musst du wohl oder übel nochmal ganz von vorne anfangen: bei deiner Kindheit.

Also kurbel deine Erinnerungen an und versetz dich zurück in deine ersten Jahre:

  • Was hast du als Kind wahnsinnig gerne gemacht?
  • Womit hast du gespielt?
  • Was hat dir Spaß gemacht?

 

Natürlich kannst du deine Kindheit nicht 1:1 auf heute umlegen – wobei es Erwachsene geben soll, die mit vollster Begeisterung Lego-Burgen bauen oder die ersten auf der Rutsche am Spielplatz sind, aber das ist ein anderes Thema ;).

Aus deiner Vergangenheit lassen sich zahlreiche Rückschlüsse ziehen.  

Hattest du viel Fantasie und dir Geschichten ausgedacht?

Oder warst du am liebsten bei Papa in der Werkstatt und kanntest mit 3 Jahren jedes Werkzeug?

Hast du tagtäglich deine Puppen liebevoll umsorgt?

Oder deiner gesamten Familie kunstvolle Frisuren gemacht? 

Wie viel von diesen Talenten und Interessen lebst du heute noch – angepasst an dein Alter ;) – aus? Inwiefern hat dein heutiger Job damit zu tun?

Und denk auch darüber nach: Womit hattest du überhaupt keine Freude?
Denn wenn du als Kind schon etwas absolut nicht leiden konntest, wirst du auch heute bei dieser Tätigkeit keinen Luftsprung machen.

Wenn ich groß bin, werde ich…

Frag ein Kind, was es einmal werden will und du bekommst die kreativsten Antworten: Feuerwehrmann, Astronaut, Ärztin, Pilot oder Tierpflegerin. Laut Studien kennen Kinder schon im Vorschul-Alter ihren Traumjob –  aber bereits bei 10-Jährigen entsteht die Erkenntnis, dass der Wunschberuf nicht vernünftig ist. Erschreckend, oder?

Als (junger) Erwachsener zählt eben dann Vernunft statt Kreativität: BWL- oder Jus-Studium, Lehre als Bürokauffrau oder im Einzelhandel, Jobsuche bei  ansässiger Bank oder benachbartem Großkonzern. Aber ist das wirklich das, was uns langfristig Freude macht?

Drum denk auch darüber nochmal nach:
Was wolltest du als Kind werden? 

Unsere damaligen Berufswünsche sagen einiges drüber aus, was uns fasziniert und begeistert (hat).

Und auch wenn Superhelden und Primaballerinas aktuell am Arbeitsmarkt weniger gefragt sind,  zeigen uns unsere früheren Traumjobs Facetten unserer Persönlichkeit auf, die uns oft nicht so bewusst sind.

Fazit

Unsere Kindheit sagt mehr über uns aus, als wir manchmal glauben. Drum lohnt sich ein Blick zurück, wo die Vernunft noch das letzte war, an das wir dachten..

Wenn du dich selbst nicht mehr so gut erinnern kannst: Frag doch mal deine Eltern oder Geschwister – oder sieh dir alte Fotos von dir an.

Ich wär echt neugierig, was du und dein früheres Ich gemeinsam haben.
Lass es mich doch unten mit einem Kommentar wissen:

Was hast du als Kind am liebsten gemacht?
Welche Eigenschaften / Interessen deiner Kindheit lebst du heute noch aus?

lg,
Julia,
die zwar nicht ganz nachvollziehen kann, wieso sie als 8-Jährige unbedingt FBI-Agentin werden wollte – aber noch heute ein Faible für Psychothriller, Profiling und Krimiserien hat ;).

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