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Leidenschaft zum Beruf machen: 4 Wege, um ohne Druck zu starten!

Aktualisiert: Feb 14

Vor einiger Zeit habe ich ein Mail von einer Leserin bekommen, die mir erzählte, dass sie tagtäglich in einem anonymen Großraumbüro sitzt und eigentlich ganz was anderes machen möchte – nämlich schreiben, eigene Ideen umsetzen und ihre Leidenschaft verwirklichen. Sie bewundere jeden, der sich traue, ins kalte Wasser zu springen – aber habe selbst einfach noch zu große Angst davor. Um dies zu verdeutlichen, hat sie mir diesen beeindruckenden Text geschickt:


INS KALTE WASSER SPRINGEN 
Ich stehe an der Klippe, mit jeder Faser meines Körpers angespannt, konzentriert auf das dunkle, kalte, bodenlose Nass, das sich vor mir ausbreitet. Ich habe Angst, Angst vor dem Sprung, Angst mich zu verlieren im Nichts. Muss ich denn wirklich in dieses eiskalte Wasser springen, mich vollends darin auflösen, um authentisch zu sein? Muss ich mich in diese unfassbare Tiefe fallen lassen, um ich zu werden? Was, wenn ich mich darin gar nicht finde? Was, wenn ich diesen Weg nicht gehen will? Zweifel kommen auf. Tausende Gedanken schwirren mir durch den Kopf. Ich bin unfähig, mich auch nur einen einzigen Millimeter auf diesen Abgrund zuzubewegen. 
Die brausende, tobende See bäumt sich an den Felsen auf, verschlingt sie für kurze Momente in ihrer Gischt und gibt sie wieder frei. Ihnen scheint der rauhe Ozean nichts anzuhaben, unbeeindruckt von dem wilden Treiben stehen die Felsen in der Brandung. Eine unglaubliche Höhe trennt mich von den endlosen Weiten dieser Tiefe. Sie flößt mir Respekt ein, raubt mir die Sinne. Ich taumele, kann mich im letzten Moment fangen. Ich will nicht aus Versehen stürzen. Ich möchte aus voller Überzeugung und mit meiner gesamten Willenskraft springen. Ich traue mich nicht. Noch nicht. Vielleicht bald?

Warum ich euch diesen Text zeige? Erstens, weil ich ihn unglaublich toll finde und er die Zweifel und Gedanken so wahnsinnig bildlich beschreibt. Zweitens, weil ich mir vorstellen kann, dass es nicht nur ihr so geht. Und drittens, weil ich ja natüüürlich ein paar Tipps und Ideen habe, wie man trotz Zweifel seine Leidenschaft verwirklichen kann.

Kommen euch diese Gefühle bekannt vor?

Der Sprung ins kalte Wasser 


Ein kleiner Tipp, den ich gerne weitergebe:  Du musst ja nicht zwingend mit vollem Anlauf ins eiskalte Wasser springen – du kannst ja auch mal vorsichtig die kleine Zehe reinstecken, dann mal einen Fuß und dich so Schritt für Schritt an die Kälte gewöhnen (oder draufkommen, dass es gar nicht sooo kalt ist).  Was ich damit konkret meine?


Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie du in kleineren Schritten Richtung Traum gehen kannst – ohne gleich dein ganzes Leben umzukrempeln oder dich in finanzielle Ungewissheit stürzen zu müssen. Besonders, wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, ob es die richtige Richtung ist, schadet es nicht, mal ein bisschen zu probieren – und dabei herauszufinden, was du genau möchtest.

Was kannst du also tun?

Schritt für Schritt deine Leidenschaft verwirklichen – ein paar Ansätze:


Leidenschaft verwirklichen als Freizeitprojekt


Die einfachste und risikoloseste Variante, deinen Traum anzupacken, ist deine Freizeit. Über deine Freizeit kannst du ganz alleine verfügen und entscheiden, mit welchen Inhalten du sie füllst. Du bist dir noch nicht ganz sicher, ob etwas wirklich deine Leidenschaft ist? Dann setz dich am Abend oder an den Wochenenden hin und verbringe Zeit mit dieser Tätigkeit.

Wenn du gerne schreibst, kannst du Texte in einem persönlichen Blog veröffentlichen – oder die ersten Kapitel deines Buches zu Papier bringen. Wenn du gerne künstlerisch oder handwerklich tätig bist, kreiere deine ersten Meisterwerke. Wenn du gerne in der Natur bist und Pflanzen liebst, dann verbringe dort deine Freizeit. Schnapp dir ein Buch zu den jeweiligen Themen, bilde dich weiter und werde aktiv.

Wenn es dir wirklich wichtig ist, findest du auch im stressigen Alltag Zeit für deine Leidenschaft (und sonst kannst du dir ja auch mein eBook dazu holen ;)).

Leidenschaft verwirklichen mit nebenberuflicher Selbstständigkeit


Deine Leidenschaft ist schon in deiner Freizeit integriert – und das ist dir zu wenig? Dann wird’s vielleicht Zeit für den nächsten Schritt.


Eine nebenberufliche Selbstständigkeit ist der beste und einfachste Schritt in Richtung Leidenschaft zum Beruf machen. Wenn du nicht gerade etwas ganz spezielles machen möchtest, wo du noch Erkundigungen einholen oder Zusatz-Ausbildungen machen musst, ist die Gewerbe-Anmeldung eine Sache auf wenige Minuten. Danach kannst du schon durchstarten – und mit deiner Leidenschaft sogar Geld verdienen.


Mit dieser Variante kannst du einfach mal austesten, ob deine „Geschäftsidee“ auch ankommt und Leute bereit sind, etwas dafür zu bezahlen. Risiko hast du demnach wenig, denn deine bisherige Anstellung bleibt ja erstmals bestehen – somit auch dein gewohntes Einkommen – und alles, was deine Leidenschaft noch hervorbringt, ist ein nettes zusätzliches Taschengeld.

Wenn du im Laufe der Zeit merkst, dass es gut läuft und die Aufträge mehr werden, dann kannst du ja drüber nachdenken, die Stunden bei deinem Arbeitgeber etwas zu reduzieren. Mittlerweile habe ich schon viele Menschen kennengelernt, die nur Teilzeit arbeiten und nebenberuflich einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen – wieso auch nicht?

Leidenschaft verwirklichen mit dem Gründerprogramm


Dein Job macht dir gar keinen Spaß mehr und du möchtest dich gleich voll und ganz in die Selbstständigkeit stürzen? Zu kündigen und sofort mit der Selbständigkeit zu starten – von dem würde ich dir abraten, denn eine Selbstständigkeit braucht einfach etwas Vorbereitungszeit. Aber auch hier gibt es eine tolle Möglichkeit, die leider kaum beworben wird: das Gründerprogramm. Wenn du im Laufe deiner Arbeitssuche die Entscheidung triffst, dich selbstständig zu machen und beim AMS (Arbeitsamt in Österreich) gemeldet bist, kannst du dich um die Aufnahme ins Gründerprogramm bewerben. Konkret heißt das: einen doppelseitigen Bogen ausfüllen und deine Idee beschreiben.


Ab dem Zeitpunkt der Aufnahme hast du bis zu 6 Monate Zeit, dich auf deine Unternehmensgründung vorzubereiten. In dieser Zeit erhältst du einen monatlichen, finanziellen Zuschuss (ungefähr der gleiche Betrag wie das Arbeitslosengeld) und dir wird ein/e Berater/in zugewiesen, den/die du für Fragen rund um Geschäftsidee, Steuern & Co kontaktieren kannst. Wenn du bis zu deiner Gründung einen Businessplan (Unternehmenskonzept) abgibst, bekommst du den finanziellen Zuschuss sogar noch in den ersten 2 Monaten als Selbstständige/r. Außerdem – was ich ganz toll finde – kannst du zahlreiche Seminare und Workshops rund um Steuern, Marketing, Unternehmensführung, Verkauf usw. kostenlos besuchen – und das bis zu 2 Jahre nach Gründung deines Unternehmens!

Leidenschaft verwirklichen in der Karenz (Mompreneur)