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7 bedeutsame Erkenntnisse über Selbstständigkeit!

Aktualisiert: Feb 14

Es war Sommer 2015, als ich mich auf eine abenteuerliche Reise begab. Auf die spannende berufliche Reise in die Selbstständigkeit. Mit dem Ziel, meine Leidenschaften zu verknüpfen und flexibler arbeiten zu können. Mit im Gepäck: Große Träume, kleines Budget und viele Fragezeichen.  

Die Selbstständigkeit – eine Achterbahnfahrt der Gefühle


Zu Beginn war ja alles ganz neu. Ich versuchte mein Bestes, um erste Kunden zu gewinnen und Projekte erfolgreich durchzuführen. Mit der Zeit ergaben sich dann neue Projekte.  Anfragen trudelten ein und mindestens wöchentlich gab’s eine neue Herausforderung rund um die Selbstständigkeit zu meistern. Ich war tagtäglich gefordert, für mich und meine Kunden gewisse Abläufe festzulegen – und auch einzuhalten. Phasen der vollen Euphorie und des Zweifels wechselten sich manchmal stündlich ab. Neben einer großen Portion Mut und etwas Geduld war in den ersten Monaten der Selbstständigkeit vor allem eines gefragt: Improvisationstalent!

Mittlerweile bin ich mehrere Jahre selbstständig – und vieles ist zur Routine geworden. Natürlich super, wenn manches schon automatisch läuft. Aber sehr schnell ist da wieder dieses Hamsterrad, aus dem man ja eigentlich raus wollte. Drum nehme ich mir immer wieder Zeit, um zu reflektieren: Bin ich dort, wo ich hinwollte? Erfüllt mich meine Arbeit (noch immer) mit Freude?  Was lässt sich noch verbessern, verändern oder weiterentwickeln?

Zwischen 3. und 4. Jahr war für mich ein besonderer Knackpunkt. In dieser Zeit ist mir einiges klar geworden, dass ich – offen, ehrlich und ungeschönt – mit dir teilen möchte. Es sind Dinge, die ich gerne schon früher gewusst, ausprobiert oder erkannt hätte – und die du für dich und und dein Unternehmen (vielleicht schon früher als ich) nutzen kannst: 

1. Investiere in dein Unternehmen – so bald wie möglich!  

Ich gestehe: Bei (kostenpflichtiger) Weiterbildung hab ich in den letzten Jahren ziemlich gespart. Zwar hab ich alles aufgesaugt, was ich irgendwo (kostenlos) finden konnte – aber keiner hat mir geholfen, die vielen losen Enden miteinander zu verknüpfen. Keiner hat mir den Tritt in den Hintern gegeben, all das Gelesene auch wirklich umzusetzen. Und wie’s halt im Alltag so ist, verschwinden die guten Vorsätze und neuen Ideen wieder in einer Schublade. Immer wieder haben mich kostenpflichtige Programme, Ausbildungen oder Coachings total gereizt – aber der Betrag darunter hat mich bisher abgeschreckt, auf „Buchen“ zu klicken. Sparsame Erziehung lässt grüssen ;). 

Heuer hab ich diesen seltsamen Knoten in meinem Kopf endlich gelöst – und mich für die Mastermind-Gruppe von Lilli Koisser angemeldet. Es war ein kleiner Mut-Ausbruch, wo ich mir gedacht habe: Egal, ich leiste mir das jetzt einfach für meine Selbstständigkeit und schau, ob’s mir was bringt. Im schlimmsten Fall hab ich einen 4-stelligen Betrag in den Sand gesetzt. Und was soll ich sagen: Bereits nach 2 Wochen hat sich die Investition für mich gelohnt. Nach weiteren 2 Monaten habe ich endlich mehrere meiner ewig aufgeschobenen „Schubladen-Ideen“ auf die Welt gebracht. Und damit Jahresziele erreicht, die in den 8 Monaten davor noch in weiter Ferne lagen, juhuuu. 

Mittlerweile ist mir klar: Beim Alleine-vor-mich-hin-Werken vergeude ich definitiv mehr Zeit – und somit auch Geld – als wenn ich in mich und mein Unternehmen investiere und dadurch größere Schritte nach vorne machen kann. 

Erkenntnis Nr. 1: Du verlierst mehr Geld, wenn du alleine herumruderst, als wenn du dir gleich Unterstützung von jemandem holst! Investitionen in dich selbst und die Weiterentwicklung deines Unternehmens sind jeden Cent wert. Ein Blick von außen und die Unterstützung durch jemanden, der schon weiter ist als du selbst bringen dich einfach unglaublich weiter.

Falls du auch online sichtbarer werden möchtest – mit genialem Input rund um Web, Bloggen, Social Media, Newsletter uvm.,  einer tollen Gruppe dahinter, die dich jede Woche motiviert, dranzubleiben, regelmäßigem Austausch mit Gleichgesinnten und individuellem Input von Lilli Koisser zu aktuellen Herausforderungen – dann kann ich dir aus vollster Überzeugung die Mastermind-Gruppe von Lilli Koisser empfehlen!!

2. Alles selber zu machen ist unmöglich – lerne, Aufgaben abzugeben!

„Ich kann das niemand anderem geben – wer weiß, ob er / sie das so macht, wie ich es haben möchte!“ 

Oh Mann, diese kleine innere Perfektionistin in mir hat ja lange wirklich geglaubt, sie muss ALLES selber machen und selber können. Eine Zeit lang geht das vielleicht. Irgendwann kommt aber der Punkt, wo du theoretisch rund um die Uhr arbeiten könntest und noch immer nicht fertig bist. Spätestens dann heißt es: Es ist Zeit, dich von manchen Projekten, Aufgaben oder Kunden zu lösen – und das ist natürlich alles andere als einfach.

Von Projekt zu Projekt wurde mir aber klarer, was ich wirklich unglaublich gerne mache und auch extrem gut kann. Alles andere versuche ich nun, an andere weiterzugeben. Und wenn du dann plötzlich ganz entspannt To Do’s abhaken kannst, die jemand anderer im Hintergrund erledigt hat: Was für ein geniales Gefühl!

Erkenntnis Nr. 2: Du kannst auf Dauer nicht alles selber machen. Überlege dir also: Was machst du gar nicht gerne? Was kann jemand anderer besser als du?  Welche Aufgaben könntest du jetzt – oder zukünftig – an jemand anderen abgeben? 

Konkret arbeite ich übrigens mit externen Partnern (Steuerberaterin, Grafikerin, Texterin, usw.), denen ich gewisse Aufgaben abgebe. Und für ein paar Stunden im Monat hab ich mir Unterstützung von einer Studentin geholt, die mir tausend Kleinigkeiten im Hintergrund abnimmt. War übrigens auch zuerst ein Experiment: Aus einem kleinen Praktikum ist eine geringfügige Anstellung geworden. 

3. Ohne glasklare Positionierung wird’s irgendwann kompliziert. 


Wie die meisten EinzelunternehmerInnen habe ich auch mit einem „Bauchladen“ gestartet. Mit vielen unterschiedlichen Angeboten – je nachdem, was meine Kundinnen von mir haben wollten. Eine gewisse Zeit funktioniert das vielleicht und man lernt unglaublich viel dabei – vor allem, dass es so nicht auf Dauer weitergehen kann ;). Stell dir vor, du bekommst 10 neue Anfragen am Tag – von ganz unterschiedlichen Kunden, für ganz unterschiedliche Themen und Bedürfnisse. Für jede Anfrage musst du dir ganz individuell ein Angebot überlegen, einen Ablauf aushecken und das Projekt jonglieren. Das wird relativ schnell sehr mühsam! 

Auch mir ist das Thema lange sehr schwer gefallen. Meine größte Blockade:

„Wenn ich mich mehr spezialisiere, enge ich mich ja total ein! Ich bin einfach eine Allrounderin rund um Marketing und Selbstständigkeit – und das will ich auch bleiben!“ 

Kennst du dieses Gefühl auch?

Mittlerweile weiß ich: Das ist totaler Blödsinn!

Man kann sich spezialisieren, eine eigene Nische finden und seine Positionierung schärfen – ohne auf Flexibilität verzichten zu müssen! Und ich verrate dir: Du wirst dieses Gefühl lieben Endlich konkret zu wissen, was wirklich wichtig ist. Einfachere Entscheidungen, weil plötzlich alles klar ist. Und endlich einen Fahrplan, welche Schritte sinnvoll und nötig sind. 

Erkenntnis Nr. 3:

Wenn du zu breit aufgestellt bist, macht es deine Selbstständigkeit unnötig schwierig und kompliziert. Umso klarer du dein Profil erarbeitest, desto einfacher werden Entscheidungen, Vermarktung und Abläufe.

Hast du das Gefühl, noch keine richtige Positionierung zu haben? Tust du dir alleine schwer, deine ideale Nische zu finden – ohne dich damit einzuengen? Dann kann ich dir mein Positionierungscoaching unbedingt ans Herz legen! Dabei stelle ich dir die richtigen Fragen von außen, die herauskitzeln, was dein DING ist und gebe dir meine allerbesten Tipps, wie du deine TraumkundInnen findest! 

Positionierungscoaching: Authentisch als Einzelunternehmerin

4. Du musst es nicht allen und jedem recht machen, ehrlich!


Lange hab ich versucht, „everybody’s darling“ zu sein und für jede Anfrage die perfekte Lösung anzubieten. 

Als Selbstständige müssen wir Geld verdienen, ganz klar. Und so ist man anfangs verleitet, jedes mögliche Projekt mit Freuden anzunehmen. Irgendwann kommt man aber an den Punkt, wo man vor lauter (fremden) Projekten die eigene Vision vergisst bzw. zu viele Aufgaben erledigt, die einfach keinen Spaß machen. Und das führt dann ganz schnell zu Frustration. 

Eine riesengroße Herausforderung (vor allem, wenn’s am Konto eh grad mager aussieht) ist es, zu Anfragen oder Aufträgen auch einfach mal NEIN zu sagen. Wenn du dich aber einmal und noch ein zweites Mal drübertraust, ist es richtig befreiend und geht plötzlich ganz leicht. Stell dir die Frage: Bringt mich dieses Projekt weiter? Macht es mir Spaß? Wenn du von Anfang an ein komisches Bauchgefühl hast, sag Nein! Damit sparst du dir jede Menge Zeit, Energie und Nerven, die du für andere Dinge mehr brauchen kannst. 

Erkenntnis Nr. 4: Werde dir klar, was wirklich deine Lieblingsprojekte und Lieblingskunden sind. Hör bei Anfragen auf deinen Bauch und traue dich auch, NEIN zu sagen! Dann bleibt dir auch noch Energie, um AN deinem Unternehmen zu arbeiten statt nur IN deinem Unternehmen! Und damit zum nächsten Punkt: