In riesengroßen Schritten steuern wir gerade auf das neue Jahr zu. Nur mehr wenige Tage und wir lassen das alte Jahr hinter uns und starten in ein ganz frisches, jungfräuliches Jahr. Soll alles einfach so weiterlaufen wie bisher? Oder ist es vielleicht an der Zeit, mit neuen Zielen durchzustarten? Der Dezember ist der ideale Zeitpunkt, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen und die Jahresplanung fürs nächste Jahr anzugehen.

Wie schaffst du es aber, deine vielen Ideen in eine Struktur zu bringen? Und wie fängst du überhaupt am besten an mit einer Jahresplanung? 

 

 

Jahresplanung? Wieso – Weshalb – Warum?

Im Laufe des Jahres springen uns immer wieder mal so kleine und größere Wünsche und Gedanken von der Seite an. Manche davon sind wichtig genug, dass wir sie gleich mal anpacken. Die meisten schaffen’s aber maximal in ein Notizbuch, wo schon tausend andere Ideen stehen. Oder verschwinden irgendwo in die hinterste Ecke unseres Gehirns.

Vielleicht geht’s euch ja ähnlich wie mir:
Es gäbe einfach so viele Möglichkeiten, meine Dienstleistungen zu bewerben. Auf meinem Computer warten unzählige Artikel auf die Fertigstellung. Hunderte Ideen schwirren in meinem Kopf herum, wie ich meinen Blog erweitern könnte. Oder meine Firma weiterentwickeln. Workshops möchte ich halten. Und noch besseres Service für meine Kunden bieten.

Und wenn im vollbepackten Alltag doch mal ein Stündchen Zeit wäre, überfordert mich die Fülle an Möglichkeiten.

Womit soll ich anfangen? Zahlt sich das überhaupt aus? Und wäre nicht die andere Idee wichtiger? 

Und im Eifer des Gefechts (bzw. des Alltags) bleiben diese kleinen und großen Wünsche und Ideen auf der Strecke – oder werden wieder mal verschoben auf „irgendwann“.

Um mit voller Power weiterzukommen und neue Ziele zu erreichen, hab ich für mich eine spezielle Methode entwickelt, dir mir dieses Jahr extrem geholfen hat.
 
 

 

Kreative Jahresplanung:
Von tausend Ideen zu einer Struktur fürs kommende Jahr

Letztes Jahr bin ich folgendermaßen vorgegangen: In den Tagen zwischen Weihnachten und 6. Jänner hab ich mir mal ein paar Stunden nur für mich und meine Jahresplanung genommen. Definitiv besser als auf der Couch bei der 17. Weihnachtskomödie zu vergammeln ;).

Ich habs mir richtig gemütlich gemacht und mich abgeschottet von allen Ablenkungen.  Kein Notebook, keine ablenkenden To Do-Listen, keine Menschen und kein Facebook. Nur ich, meine tausend Ideen und viel Platz. Ach ja, und natürlich ein Schwung dicke, bunte Stifte*, ein paar leere Zettel und meine heißgeliebten Moderationskarten*.

Mein Equipment für die Jahresplanung hat also so ausgesehen:

Equipment für Jahresplanung

 

 

Brainstorming – alles raus aus dem Kopf

Im ersten Schritt geht’s darum, mal alle Ideen, alle Gedanken, alle Wünsche komplett unstrukturiert aufzuschreiben.

Einfach ein paar leere Zettel und los geht’s. Alles, was einem durch den Kopf geht, wird notiert – egal, ob es sich dabei um eine Mini-Aufgabe handelt oder ein Mörder-Projekt. Das einzige, was nicht erwünscht ist, sind konkrete To Dos für Kunden – die bleiben da mal aussen vor. Immerhin soll’s heute mal ausnahmsweise nur um die Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens gehen.

Erlaubt sind also Ideen zur Vermarktung, zur Weiterentwicklung von Produkten, zu Verbesserung von Arbeitsprozessen und alles, was das Unternehmen im nächsten Jahr wieder einen Schritt voranbringen könnte. Ob sämtliche Gedanken einfach als mega-lange Liste erfasst werden, als Mindmap oder auf ganz andere Art und Weise ist Geschmackssache.

 

Hier ein winzig-kleiner, beispielhafter Auszug aus meinem Jahresplanung-Brainstorming:

Jahresplanung - Brainstorming

 

 

Zeit für die Kärtchen

Jeder einzelne Gedanke wird jetzt auf eine Moderationskarte übertragen.

Alternativ könnt ihr auch größere Post Its verwenden oder auch einfache Zettel – der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Der Vorteil von den Moderationskarten ist es, dass sie unterschiedliche Farben haben. So kann man beim Beschriften der Kärtchen eventuell schon ein bisschen selektieren. Alle Haupt-Ideen habe ich beispielsweise auf gelbe Karten notiert, für nötige Unteraufgaben habe ich zwecks der besseren Übersicht grüne Kärtchen verwendet.

Höchstwahrscheinlich tauchen beim Aufschreiben der vorher gesammelten Ideen auch noch neue Gedanken auf. Dann gleich ein neues Kärtchen schnappen und gleich festhalten. Und wenn ihr vor Ideen nur annähernd so spriesst wie ich, habt ihr dann vermutlich einen guten Stoß dieser wunderbar bunten Moderationskarten vor euch liegen.

Die Moderationskarten für die Jahresplanung schauen dann in etwa so aus:

Jahresplanung mit Moderationskarten

 

 

 

Clustern – System ins Chaos bringen

Für diesen Schritt braucht ihr jetzt viiiiel Platz :). Entweder ihr habt eine großen Tisch oder ganz viel freie Fläche am Boden. Nun wird jedes Kärtchen einzeln geschnappt und hingelegt.

 

Bei jeder Karte, die du in die Hand nimmst, überlegst du:
Passt diese Karte thematisch zu einer anderen Karte?

 

Wenn ja, platzier sie dazu. Wenn nein, starte einen neuen Bereich. Falls eine Karte in mehrere Bereiche passt, pack sie dorthin, wo sie dir am besten passend vorkommt – oder notier den Begriff einfach ein zweites Mal.

Schritt für Schritt werden sich dann gewisse Karten-Ansammlungen herauskristallisieren. 

Überleg dir zum Schluss für die größten Ansammlungen einen Überbegriff.

Bei mir haben sich letztes Jahr folgende große Kategorien ergeben:
–  Blog-Wachstum
– Werbeagentur
–  Start als Trainer
– Lokale Bekanntheit

Schön langsam kommt System in das Chaos:

Jahresplanung Moderationskarten

 

Leuchtturm-Ziele

Nimm dir nun jeden dieser Bereiche vor und überlege dir:

Was möchtest du in diesem Jahr erreichen? Was muss Ende nächstes Jahres in dieser Kategorie erreicht sein, dass du vollkommen zufrieden bist?

 

Umso konkreter du dieses Ziel formulierst, desto besser.

Hier ein paar eigene Beispiele:
Schwammiges Ziel: „Ich möchte mit meinem Blog mehr Leute erreichen!“
Konkretes Ziel: „Ich möchte bis September 2016 100 Newsletter-Abonnenten / 250 Facebook-Fans etc. haben!“

Schwammiges Ziel: „Ich möchte als Werbeagentur im Bezirk Perg Fuß fassen!“
Konkretes Ziel: „Ende 2016 habe ich 15 Projekte mit Kunden aus dem Bezirk Perg abgewickelt!“

Dieser Schritt sollte laut Theorie eigentlich ganz am Anfang stehen. Meiner Meinung nach sieht man oft aber vor lauter Bäumen den Wald nicht, wodurch ich zuerst Struktur in meine Ideen bringen muss, um mir Ziele setzen zu können.

Du hast jetzt 2-5 solcher Ziele definiert? 
Gratuliere – denn diese Ziele sind nun die Basis für ein erfolgreiches Jahr!

Stell dir vor, diese Ziele sind wie Leuchttürme – egal, wie stürmisch das Meer ist oder wie benebelt die Sicht – die Leuchttürme weisen dir den Weg in die richtige Richtung. (Dieses Bild gefällt mir so unglaublich gut, dass ich den Begriff der Leuchtturm-Ziele von hier „ausgeliehen“ habe: http://www.diana-grabowski.com/jahresplanung/)
Um diese Ziele auch wirklich zu verankern, hilft es, sie fett wo aufzuschreiben und über deinen Schreibtisch zu hängen, sodass du sie immer im Blick hast!

 

Das waren übrigens meine Leuchtturm-Ziele für 2016 – die Werte bleiben mein kleines Geheimnis ;):

Jahresplanung - Leuchtturmziele

 

Ziele und Ideen miteinander verknüpfen

Ich hab bei der letzen Jahresplanung alle Ideen zur Erreichung eines Leuchtturm-Ziels auf einem Plakat zusammengefasst. Die Karten sollen ja nicht das nächste Jahr auf Tisch oder Boden liegen bleiben ;). Das bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob man die Kärtchen aufklebt oder die ganzen Punkte digital weiterverarbeitet. Hauptsache, alle Ideen bleiben erhalten :).

Schau dir die jeweiligen Karten nochmal durch und sortier sie nach Priorität.

Welche deiner Ideen bringen dich am schnellsten / einfachsten / effektivsten zu deinem Leuchtturm-Ziel?

In diesem Schritt können die einzelnen Aufgaben auch noch erweitert oder Unteraufgaben hinzugefügt werden.

 

Meine Ideen für den Blog – zusammengefasst auf einem Plakat:

Jahresplanung - Sortieren

 

Jahresplanung mit Quartals- und Monatszielen

Du hast jetzt deine Leuchtturm-Ziele festgelegt und zu jedem Ziel unglaublich viele Ideen und Gedanken.

Schnapp dir jetzt einen großen Wandplaner oder anderen Kalender und definiere Meilensteine oder gewisse Zeitabschnitte für festgelegte Projekte.

Eins kann ich dir vorweg schon verraten: Es wird höchstwahrscheinlich nicht möglich sein, alle Themen anzupacken.  Darum pick dir jetzt diejenigen heraus, die die höchste Priorität haben und für dich am besten passen. 

Bei mir hat am besten funktioniert, für jedes Monat oder Quartal kleinere Ziele oder Themenfestzulegen (funktioniert z.B. super mit dem Weekview-Kalender)! Die Detailplanung für das jeweilige Projekt erfolgt dann z.B. immer Anfang des Monats. Somit kannst du andere Ideen in diesem Zeitabschnitt außer Acht lassen und dich nur auf die festgelegten Aufgaben konzentrieren.

 

Jahresplanung mit System – ran an die Ziele!

 

Jeder von uns hat entweder eine Anstellung, das Alltagsgeschäft als Selbstständiger oder andere Verpflichtungen. Neue Projekte und Ideen bleiben da oft auf der Strecke. Mit dieser Methode zur Jahresplanung lichtet sich aber das Chaos an Ideen – und verfügbare Zeit kann sofort produktiv für das jeweilige Monats-Thema genutzt werden.

Man erhält Klarheit, welche der Ideen wirklich zielführend und welche eher nice-to-have sind. Und dank der festgelegten Ziele steigt die Motivation – schließlich weiß man plötzlich, wohin man will und ist selbst dafür verantwortlich, diese zu erreichen!

 

 

Du möchtest Unterstützung bei deiner Jahresplanung? 
Hättest du gerne jemanden, der dich durch diesen Prozess begleitet?

Dann meld dich doch einfach bei mir! Gemeinsam bringen wir eine Struktur in deine Gedanken und Ideen, definieren erreichbare Ziele und legen die nächsten Schrtite für dich fest. Funktioniert übrigens nicht nur zu Jahresende, sondern jederzeit, wenn das Chaos im Kopf wieder mal überhand nimmt ;).

 

lg,
Julia,
die sich schon riesig freut, wenn sie Ende Dezember wieder ein Date mit Millionen Ideen und vielen bunten Moderationskarten hat 😉

 

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